A Musician's Wet Dream, Interior Design Projekt von Schöner*INNEN in Berlin.
Wohnzimmer mit integriertem Home-Office in einem Berliner Altbau, 20 Quadratmeter.
Möbelbudget 2.300 Euro. Projektdauer 2,5 Wochen. Gebuchtes Service-Paket: Interior Design Concept 3D.
Designkonzept: Eclectic Style im Altbau durch drei Entscheidungen, nämlich kräftige Rot- und
Rosatöne an den Wänden als Gegensatz zu Stuck und Dielen, ein Home-Office als Möbelstück
mit Stauraum darüber statt einer abgetrennten Büroecke sowie E-Piano und zwei E-Gitarren
als sichtbare Einrichtung statt als verstautes Equipment.
Der vorhandene Möbelbestand wurde ergänzt, nicht ersetzt.
Schöner*INNEN ist ein Online-Interior-Design-Studio mit über 550 abgeschlossenen Projekten seit 2020.
Interior Design Projekt
Wohnzimmer im Eclectic-Style:
A Musician's Wet Dream
Ein Berliner Altbau mit Dielen, hohen Decken und einem leeren Raum, in dem später gearbeitet, gewohnt und musiziert werden sollte. Sonja brauchte alles drei auf 20 Quadratmetern, ohne dass daraus ein Kompromiss wird, bei dem jede Funktion die andere stört.
Die Lösung war kein Umbau, sondern eine Haltung: kräftige Farbe gegen den Altbau setzen, den Arbeitsplatz als Möbelstück behandeln und die Instrumente sichtbar lassen. Das Ergebnis ist ein Raum im Eclectic Style, der nach seiner Bewohnerin aussieht. Möbelbudget 2.300 €, zweieinhalb Wochen.
Der Raum war leer, als wir dazukamen. Holzdielen, hohe Decken, eine Fensterfront zum Hof: alles, was einen Berliner Altbau ausmacht, und nichts, was schon eine Richtung vorgibt. Genau das macht so einen Raum schwierig. Wer nichts entscheidet, bekommt am Ende ein Zimmer, das aussieht wie das Möbelhaus, in dem es zusammengekauft wurde.
Dazu kam die Nutzungsfrage. Auf 20 Quadratmetern sollten drei Dinge gleichzeitig Platz haben: ein Wohnzimmer zum Ankommen, ein Arbeitsplatz, an dem man wirklich arbeitet, und Raum für Musik. E-Piano, zwei E-Gitarren, das nötige Zubehör. Vorhandene Möbel sollten bleiben, ergänzt statt ersetzt werden. Das Budget für alles Neue lag bei 2.300 €. Was so ein Projekt insgesamt kostet, ordnet unsere Übersicht zu den Kosten im Interior Design ein.
Der Lösungsweg
Drei Entscheidungen haben den Raum verwandelt
Kein Umbau, keine neue Möblierung. Drei Festlegungen haben gereicht, um aus dem leeren Altbauzimmer einen Raum mit Handschrift zu machen.
1
Rot gegen den Altbau setzen
Kräftige Rottöne und weiche Rosa-Nuancen an den Wänden, direkt neben Stuck und Dielen. Das ist der Reiz: Zwei Epochen, die sich eigentlich beißen müssten, und genau deshalb funktioniert es. Wer im Altbau nur Altweiß streicht, bekommt eine Kulisse. Wer Farbe wagt, bekommt einen Raum.
2
Das Home-Office als Möbelstück
Kein abgetrennter Bürowinkel, sondern ein Arbeitsplatz, der zur Einrichtung gehört. Darüber Stauraum, damit Kabel, Papier und Technik verschwinden, wenn der Rechner aus ist. So bleibt der Raum abends Wohnzimmer und wird morgens wieder Büro, ohne dass etwas umgeräumt werden muss. Mehr dazu in unserem Guide zum Home-Office einrichten.
3
Instrumente sind Einrichtung
Das schwarze E-Piano steht frei im Raum, die Gitarren hängen an der Wand. Nicht im Schrank, nicht hinter der Tür. Instrumente, die sichtbar sind, werden gespielt. Und sie erzählen mehr über die Bewohnerin als jedes gerahmte Poster.
“
Eclectic heißt nicht, dass alles zusammenpasst. Es heißt, dass alles zur selben Person gehört.
Schöner*INNEN
Zum Gestaltungsansatz dieses Projekts
Die Transformation
Vorher
Guter Grundriss, gute Substanz, keine Richtung.
Vorher
Dielen und Türhöhe sind das Kapital dieses Raumes. Weiße Wände nutzen davon nichts.
Vorher
Die Fensterfront bringt viel Licht. Das trägt später die kräftige Wandfarbe mit.
Das Ergebnis
Nachher
Wohnen, arbeiten und spielen auf 20 Quadratmetern, ohne dass eines das andere verdrängt.
Der ganze Raum auf einen Blick: Musik links, Wohnen in der Mitte, Arbeiten rechts. Drei Zonen ohne eine einzige Trennwand.
Die Kissen nehmen das Rot der Wand auf. Die Ukulele im Regal ist kein Deko-Objekt, sie wird benutzt.
Der Sitzbereich blieb weitgehend Bestand. Neu sind Farbe, Licht und die Anordnung.
Der Arbeitsplatz mit Stauraum darüber. Alles, was nach Feierabend stört, hat einen Platz.
Der Spiegel doppelt das Licht der Fensterfront und lässt die 20 m² großzügiger wirken.
Was dieses Projekt lehrt
5 Design-Prinzipien, die überall funktionieren
01
Altbau verträgt Farbe
Stuck und Dielen sind stark genug, um kräftige Töne auszuhalten. Altweiß ist die vorsichtige Wahl, nicht die richtige.
02
Arbeitsplätze brauchen Stauraum, keine Tür
Ein Home-Office im Wohnzimmer stört nicht durch den Schreibtisch, sondern durch alles, was darauf liegen bleibt.
03
Hobbys gehören ins Konzept
Was jemand tatsächlich tut, ist die beste Grundlage für ein Interieur. Sichtbare Instrumente schlagen jede gekaufte Wanddeko.
04
Ergänzen ist günstiger als ersetzen
Die vorhandene Couch blieb. 2.300 € reichen weit, wenn sie in Farbe, Licht und wenige neue Stücke fließen statt in eine komplette Einrichtung.
05
Zonen entstehen ohne Wände
Drei Nutzungen auf 20 m² funktionieren über Anordnung, Licht und Blickachsen. Eine Trennwand hätte den Raum halbiert.
Get the Look
Die Kernelemente des Konzepts
Die Farben und Materialien, die den Raum tragen.
Wandfarbe
Kräftiges Rot
Matt, als Akzentfläche eingesetzt
Zweitfarbe
Weiches Rosa
Nimmt dem Rot die Härte
Bestand
Couch und Regal
Übernommen, neu platziert
Arbeitsplatz
Schreibtisch mit Hängeregal
Stauraum direkt über der Arbeitsfläche
Instrumente
E-Piano und zwei E-Gitarren
Frei im Raum und an der Wand
Licht und Fläche
Stehlampe und Wandspiegel
Warmes Seitenlicht, gespiegelte Fensterfront
Häufige Fragen
Ähnliche Fragen zu diesem Projekt
Wie viel kostet ein Wohnzimmer-Projekt wie dieses?
Das Konzept wurde mit unserem Paket Interior Design Concept 3D umgesetzt. Darin enthalten sind 2D-Grundriss, 3D-Visualisierung, Moodboard und Shoppingliste. Dazu kam ein Möbelbudget von 2.300 Euro, das vor allem in Wandfarbe, den Arbeitsplatz und einzelne neue Stücke floss, weil Couch und Regal aus dem Bestand übernommen wurden. Was die einzelnen Pakete kosten, steht auf der Paketübersicht.
Was ist der Eclectic Style eigentlich?
Eclectic bedeutet, bewusst Stile, Epochen und Materialien zu mischen, die auf dem Papier nicht zusammengehören. Der Unterschied zum Durcheinander liegt in der Klammer: eine durchgehende Farbfamilie, wiederkehrende Materialien oder ein gemeinsames Thema. Hier ist es die Musik, dazu die Rot-Rosa-Palette. Eine Einordnung zwischen den Stilen gibt unser Überblick zu den Einrichtungsstilen.
Funktioniert ein Home-Office im Wohnzimmer?
Ja, wenn der Arbeitsplatz wie ein Möbelstück behandelt wird und nicht wie eine Notlösung. Entscheidend ist Stauraum in unmittelbarer Reichweite, damit nach Feierabend nichts liegen bleibt. Hier sitzt ein Hängeregal direkt über dem Schreibtisch. Ohne diesen Stauraum wird jedes Wohnzimmer mit Arbeitsplatz früher oder später zum Büro.
Sind kräftige Wandfarben im Altbau nicht zu viel?
Altbauten vertragen mehr, als die meisten annehmen. Hohe Decken, Stuck und Dielen bilden ein starkes Gegengewicht, an dem sich Farbe abarbeiten kann. Wichtig sind zwei Dinge: genug Tageslicht, das die Fläche trägt, und eine zweite, weichere Farbe, die dem Hauptton die Härte nimmt. Hier übernimmt das Rosa diese Rolle.
Kann ich dieses Konzept auf meine eigene Wohnung übertragen?
Die Prinzipien schon: Farbe gegen die Bausubstanz setzen, den Arbeitsplatz als Einrichtung denken und sichtbar machen, was tatsächlich benutzt wird. Welcher Farbton bei Dir funktioniert, hängt an Deinem Lichteinfall, Deiner Raumhöhe und Deinem Bestand. Genau das klären wir im Konzept für Dich.